Zumeist geht man eine Beziehung ja ein, weil man etwas füreinander empfindet, nicht mit dem Vorsatz Erfahrung zu sammeln. Meist ist man dann auch zunächst glücklich miteinander. Je nachdem, wie schnell und in welche Richtung sich die Partner denn weiterentwickeln entscheidet, ob und wie lange die Beziehung so funktioniert.
Da Jugendliche nur selten schon so gefestigt sind in Ihrer eigenen Person und meist erst noch herausfinden müssen, was genau sie wollen, dauern Jugendbeziehungen auch oft nicht länger als einige Monate. Erst durch diese einzelnen Beziehungen erfahren sie doch, was Ihnen gut tut, was sie nicht möchten, welches Verhalten Beziehungstauglich ist und welches nicht - mal grob ausgedrückt.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass eine Beziehung den Sinn haben sollte, glücklich zu sein - für beide Beteiligten natürlich!
Und im Normalfall ist man das ja auch, sonst würde man die Beziehung beenden (was manchmal zugegebenermaßen länger dauern kann). Insofern hat sie ihren Zweck erfüllt, auch wenn sie nicht lange andauerte.
Das lernen aus den Erfahrungen ist dabei eigentlich nur der positive - aber absolut notwendige - Nebeneffekt.
Jede zwischenmenschliche Beziehung ist wichtig. Im nachhinein betrachtet schütteln wir vielleicht oft den Kopf über so manche Beziehung, die wir hatten. Aber mal ehrlich, aus allen haben wir doch auch positives mitgenommen? Weshalb sonst wären wir sie eingegangen?
Dass die Beziehungen nicht ständig wechseln müssen, dem stimme ich auch zu. Wobei ich finde, dass das zum individuellen Entwicklungsprozess gehört. Mancher braucht mehrere verschieden Beziehungen, ein anderer nicht, bis er weiß, was er will.
Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass ich mir in dem Alter vor Beginn einer Beziehung überlegt habe, dass sie ja doch nur ein paar Monate hält. Meistens ist das ja doch jedes mal die neue große Liebe