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Riveda

Profi

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1

Samstag, 27. Januar 2007, 16:42

Die jüngeren und jüngsten Ereignisse um den Menschen Murat Kurnaz

Wie ihr - sofern ihr nicht auf einem anderen Stern lebt oder aber einfach nicht in der Lage seid Medien kompetent zu nutzen - sicherlich mitbekommen hat, beschäftigt sowohl Öffentlichkeit als auch Politik derzeit die Aufklärung um die in diesem Fall getroffenen politischen Entscheidungen. Ich werde mich inhaltlich nicht äußern - dafür gibt es Zeitungen und Spiegel-Online (oder andere Internetportale).

Meine Fragen an das liebe Forum nun also: Wie empfindet ihr das, was nach bisherigen Erkenntnissen scheinbar auf Seite der Bundesregierung geschehen ist?
"Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen." (Theodor W. Adorno)
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Kasmodiah

Dea ex machina

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2

Montag, 29. Januar 2007, 20:47

RE: Die jüngeren und jüngsten Ereignisse um den Menschen Murat Kurnaz

Endlich hab ich mal Muße, was dazu zu schreiben.


Zitat

Original von Riveda
(...)

Meine Fragen an das liebe Forum nun also: Wie empfindet ihr das, was nach bisherigen Erkenntnissen scheinbar auf Seite der Bundesregierung geschehen ist?




Hmmm, ein sehr diffiziler Fall. Also, sofern ich das aus meiner Laienpolitologen-Sicht sagen kann, trägt Steinmeier, der derzeitige Außenminister, offenbar so einiges an Mitschuld.

Ich hab das neulich erst im Radio in den Nachrichten gehört, dass offenbar der Verfassungsschutz sowie der Bundesnachrichtendienst (BND) den Murat Kurnaz als "unbedenklich", also ungefährlich eingestuft haben, jedoch ein weiteres Gremium, woran Steinmeier u.a. beteiligt war, dafür gesorgt hat, dass er nicht aus Guantanamo rausgelassen wurde.

Schon heftig...

Als ich zum ersten Mal von diesem Fall hörte, dachte ich, Moment mal, wie kann das eigentlich sein, dass jemand, nur weil er sich auf einer Reise durch "verdächtiges" Gebiet befindet, gleich einkassiert, des Terrorverdachtes bezichtigt und "einfach so" ohne Gerichtsurteil in Guantanamo Bay verschwindet?? 8o

Ehrlich gesagt finde ich das bis heute unfassbar...
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“Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.” [Marie Curie]
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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3

Montag, 29. Januar 2007, 22:38

Hmm ja, alles sehr komisch.

mich interessieren die reaktionen darauf am meisten.

insgesamt ist da mist gelaufen und sind die zustände in guantanamo bay alles andere als begrüßenswert. das soll aber nicht als absage an den war on terror verstanden werden, der meines erachtens durchaus intensiver geführt werden sollte.
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Baudelaire

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leronoth« (31. Januar 2007, 15:05)

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HijaDeLaLuna

Mrs. Brainshaker

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4

Mittwoch, 31. Januar 2007, 07:57

naja,

ich denke mal (und dass ist NICHT meine politische Meinung, nur eben etwas dass ich mir vorstellen KÖNNTE, also NICHT falsch verstehn) dass wir das jetzt im Jahre 2007 leicht sagen können. Diese Guantanamo"vorfälle" sind ja schon einige Jahre her, als wir noch nicht genau wussten, ob jetzt alle die dem Islam angehören Terroristen sind? (ja ich weiß is vielleicht etwas weit hergeholt aber ich denke ihr wisst was ich mein). Deshalb könnte (KÖNNTE) es auch nru eine Vorsichtsmaßnahme gewesen sein, die wir heute als fatal abtun können. Desweiteren (und dass soll jetzt WEDER als Schutz NOCH als Ausrede verstanden werden ODER meine Ansichten bezüglich Ausländern wiederspiegeln) ist Murat Kurnaz türkischer Nationalität und ads heißt, warum haben sich die Türken eigentlich nicht um Ihn gekümmert? "Nur" weil er in Deutschland ein Aufenthaltsrecht hat(te?) heißt dies doch noch lange nicht, dass wir uns darum hätten in irgendeiner Art und Weise kümmern müssen (oder "alleine" kümmern müssen)

Naja, wie dem auch sei, ein paar Überlegungen die mir so eingefallen sind. Wahrscheinlic nicht unbedingt logisch, aber naja...

Luna.
Es ist ein alter Gedanke:
je schärfer und unerbittlicher wir eine These formulieren,
desto unwiderstehlicher ruft sie nach der Antithese.

Hermann Hesse
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Kasmodiah

Dea ex machina

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5

Mittwoch, 31. Januar 2007, 13:12

Zitat

Original von HijaDeLaLuna
(...) ist Murat Kurnaz türkischer Nationalität und ads heißt, warum haben sich die Türken eigentlich nicht um Ihn gekümmert?



DAS würde mich auch mal interessieren... Wenn er schon türkischer Staatsbürger war... ?(
Werd mich mal informieren, vielleicht finde ich darauf eine Antwort.



Ist jetzt vielleicht Off-Topic, aber

@Lero:

Was meinst du damit, der "Krieg gegen den Terror" sollte noch intensiver geführt werden...?
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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6

Mittwoch, 31. Januar 2007, 14:57

ich meine damit eine intensivere zusammenarbeit der westlichen staaten, also eine eindeutigere Unterstützung der amerikanischen Interventionen durch Europa.

dazu gehört auch eine aufgabe der appeasementpolitik gegenüber Regimen wie dem Iran oder Saudi Arabien sowie die verstärkung der truppen im irak zum erfolgreichen nationbuilding.

Ebenfalls sollten auch offensive maßnahmen z.B. gegen den Iran angedacht werden.

und zu guter letzt müsste natürlich auch eine veränderte Terrorismuswahrnehmung und offensive auseinandersetzung mit dem islam(ismus) sowie antiimperialismus geschehen.
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Baudelaire
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7

Donnerstag, 1. Februar 2007, 21:23

sag mal lero, kannst du mir jede dieser äußerungen mal ein wenig genauer erläutern? denn das ist jetzt so überhaupt nicht das, was ich von deiner seite erwartet hätte (und auch nicht das, was ich dazu denke)

also...mir fiel dazu gerade eine anekdote aus meinem literaturseminar ein.
und zwar ging es da um barocke emblematik und die bedeutung des löwen...und da war auf einem emblem ein löwe dargestellt, der die feinde in die flucht schlug,indem er furcherregend brüllte. die feinde im hintergrund waren kleine männer mit turbanen und diesen flatterhosen (weiß nicht,wie die genau heißen)...und daraufhin meinte unser dozent, dass es zu dieser zeit üblich war, jedweden feind in form der türken darzustellen (wg. der ständingen bedrohung durch das osman. reich) und der turban sozusagen zum universalen symbol des unchristlichen und bösen wurde.
da hab ich doch mit erstaunen festgestellt, wie wenig sich in den 400/500 jahren, die seitdem vergangen sind geändert hat.

das war jetzt kein sehr qualifizierter beitrag, aber das huschte mir eben so durch den kopf.
"Es gibt ja nur Gescheitertes. Indem wir wenigstens den Willen zum Scheitern haben, kommen wir vorwärts und wir müssen in jeder Sache und in allem und jedem immer wieder wenigstens den Willen zum Scheitern haben, wenn wir nicht schon sehr früh zugrundegehen wollen, was tatsächlich nicht die Absicht sein kann, mit welcher wir da sind."

(Thomas Bernhard)
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Ira

Halbkind

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8

Donnerstag, 1. Februar 2007, 22:37

Hm...ich finde schon die EInleitungsformulierung sehr unnötig bissig, denn hey, es gibt durchaus Menschen, die ihr Hirn zu gebrauchen verstehen.
Nun gut...ich glaube nicht, dass intensivere Terrorbekämpfung die Zustände in Guantanamo bessern würden...
Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten, -
denn er muss meine einsame Nacht
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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9

Freitag, 2. Februar 2007, 02:10

nun, zwei einwürfe dazu.

@ira die zuständ ein guantanamo würden durch intensivere terrorbekämpfung vermutlich nicht verändert, aber es gibt wirklich wichtigere dinge als ein gefängnis auf kuba, z.B. den politischen islamismus der mir erstmal eine massivere bedrohung darstellt.

@nephilim ich denke es hat sich sehr viel geändert. speziell in eutropa wird das böse längst nicht mehr mit turban dargestellt. eher im gegenteil. Übermäßig viel fehltritte von islamisteten werden im alten europa geduldet. es herrscht ein starkes apeasement gegenüber dem iran, dem irak etc.pp. Da wird dann der "turbanträger" nicht mehr als feind sondern teilweise fast schon als gesinnungsgenosse begriffen.
dass es medien gibt welche die turbansymbolik inadäquat verwenden möchte ich nicht bestreiten, die überwiegende masse der medien verhält sich jedoch überaus zurückhaltend gegenüber dem islamismus.

meine äußerungen zu erläutern wäre ein wirklich großes unterfangen. ganz kurz und global gesagt betrachte ich die meisten regime im nahen osten (prominentes gegenbeispiel wäre Israel) als faschistische regime. Ebenfalls bezweiföle ich das diese sich durch ein ncihteingreifen zum guten wenden.
ich habe aus der deutschne vergangenheit nicht die konsequenz "nie wieder krieg" sondern "nie wieder faschismus" gezogen und sehe daher in den nation building operationen der US of A erst einmal antifaschistische interventionen, die das schlechte (westlicher liberalismus) gegen das schreckliche (islamismus, faschismus) verteidigen.

wenn das ohne krieg geht ist mir das sicher lieber und ein kapitalismusexport könnte manche probleme durchaus ebenso lösen, scheint mir aber nicht schnell genug möglich zu sein um die akuten bedrohungen zu eliminieren.
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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10

Freitag, 2. Februar 2007, 03:12

@lero
das problem ist aber gerade in disen staaten mit einer deutlichen mehrheit islamischer glaubensangehöriger das der kapitalismus und säkularisierung zu schnell fortschreiten.

die religiöse führung fürchtet ihren machtverlust und geht dagegen an in dem sie sich mehr und mehr der fundamentalisierung hingeben.

dazu kommt das der westen versucht sein gesellschafts und wirtschaftsmodell als allheilmittel ansieht und diese staaten dem entsprechend versucht zu manipulieren.

der gesellschaftliche veränderungsprozess läuft daher nicht mehr organisch.

das nur mal so am rande als off topic.

im fall kurnaz finde ich interessant. das die vorgängerregierung angekreidet wird. und mitglieder dieser regierung an der jetzigen beteiltigt sind. angela merkel scheint ohnmächtig dazu stehen wie die genossen immer mehr in ihrer ehemaligen anti.irak.politik versinken. mal schauen ob sie davon sclhussendlich auch noch betroffen sein wird.

wie man heute abend noch hörte übernimmt schröder die politische verantwortung. doof ist halt das manden politisch nicht mehr zur rechenschaft ziehen könnte. politisch gesehen. daher.
was bewegt ihn dazu?
puplicity?
ungreifbarer non-rationalist
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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11

Freitag, 2. Februar 2007, 12:57

Zitat

Original von rekonstrukteurin
@lero
das problem ist aber gerade in disen staaten mit einer deutlichen mehrheit islamischer glaubensangehöriger das der kapitalismus und säkularisierung zu schnell fortschreiten.
die religiöse führung fürchtet ihren machtverlust und geht dagegen an in dem sie sich mehr und mehr der fundamentalisierung hingeben.

ich glaube dass der widerstand früher oder später eh kommen würde und bezweifle dass es sich beim fanatismus bloß um ein taktisch eingesetztes mittel handelt. Die einführung von kapitalismus und säkularisierung muss jedoch schnell und ohne rücksicht geschehen da die bevölkerung der regime tagtäglich leidet und massive bedrohungen für andere staaten ausgehen (beispiel iran, saudi arabien, palästinensiche autonomiegebiete...)


Zitat

dazu kommt das der westen versucht sein gesellschafts und wirtschaftsmodell als allheilmittel ansieht und diese staaten dem entsprechend versucht zu manipulieren.

ich halte es für fatal hier zwei kulturmodelle gegeneinander streiten zu sehen. das was in den nahöstlichen regimen (ausnahme israel) abgeht fällt für mich nciht unter kultur sondern zumeist unter barbarei.
da ist kapitalismus sicher kein allheilmittel aber ein schritt zur besserung. eine akute antifaschistische intervention.

Zitat

der gesellschaftliche veränderungsprozess läuft daher nicht mehr organisch.

als ob er das je täte... gemeinschaftlich organische entwicklungsmodelle sind ind er soziologie glücklicherweise nicht mehr aktuell.
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Ira

Halbkind

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12

Freitag, 2. Februar 2007, 13:09

Zitat

Original von Leronoth
@ira die zuständ ein guantanamo würden durch intensivere terrorbekämpfung vermutlich nicht verändert, aber es gibt wirklich wichtigere dinge als ein gefängnis auf kuba, z.B. den politischen islamismus der mir erstmal eine massivere bedrohung darstellt.


Weißt du, dass ich echt kotzen könnte, wenn ich sowas lese? Natürlich stellt politisch organisierter und staatlich legitimierter religiöser Extremismus und Terror eine Bedrohung dar, aber politisch organisierte und staatlich legitimierte Menschenrechtsverletzungen stellen Unrecht dar, das unaussprechlich ist. Amnesty International dazu *kopfschüttel* Und ich wette, wenn Guantanamo vom Iran organisiert wäre und jüdische Häftlinge einsäßen, gäbe es mordsmäßige Aufschreie im Westen und auch von dir. *kopfschüttel* :(

Ich verstehe allerdings, dass du die Terrorgefahr, die von religiösen Regimen ausgeht als immens betrachtest, da kann ich dir nur zustimmen.
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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13

Freitag, 2. Februar 2007, 16:01

@lero
vllt gibt es ja in deiner vorstellungswelt nur krieg und kriegsparteien die nur mit radikalen mitteln zu einer lösung gelangen.
zum glück sieht die wirklichkeit anders aus.
und nicht jeder muslimische gläubige ist gleich ein fanatist oder läst sich dazu instrumentalisieren. im gegenteil sind das nic ht die bevölkerungsmehrheiten, die mit den radikalen sympatisieren.

gerade durch eine solche meinung werden ein kurnaz oder masri vorschnell abgeurteilt.
ungreifbarer non-rationalist
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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14

Freitag, 2. Februar 2007, 17:42

Zitat

Original von Ira
Weißt du, dass ich echt kotzen könnte, wenn ich sowas lese?

nö, aber nun weiß ichs ja.

Zitat

aber politisch organisierte und staatlich legitimierte Menschenrechtsverletzungen stellen Unrecht dar, das unaussprechlich ist.

es ist nicht unaussprechlich sondern wird ja ganz klar anesprochen.
ich möchte diese zustände auch nicht bejubeln. mir geht es aber darum dass du durch deine formulierung eine nahostintervention einzig daran gemessen hast ob es für guantanamo bay eine veränderung bedeuten würde.
das legt einenv öllig falschen zentralpunkt.
dieses unrecht muss kritisiert werden, das darf jedoch nicht dazu führen den war on terrror in miskredit zu bringen.
staatlich organisiertes recht, wie z.B. die schariah oder die irakische gesetzgebung stellt ein mindestens genauso masisves "verbrechen" dar, nur dass das nicht so aufgebauscht wird wie dieser fal, der vermutlich sogar zu konsequenzen führen wird.l..

Zitat

Und ich wette, wenn Guantanamo vom Iran organisiert wäre und jüdische Häftlinge einsäßen, gäbe es mordsmäßige Aufschreie im Westen und auch von dir.

als ob es im westen nicht genug aufschreie geben würde und ich guantanamo nicht verurteilt hätte...
da brauchts auch keine juden, die du hier wohl nur aufgrund ihrer angeblich "sonderbehandlung" herbeizitierst.

@rekon

Zitat

und nicht jeder muslimische gläubige ist gleich ein fanatist oder läst sich dazu instrumentalisieren. im gegenteil sind das nic ht die bevölkerungsmehrheiten, die mit den radikalen sympatisieren.

ich mache das auch ncith am glauebn efst oder würde solche sätze wie du sie anführst teilen.
dass bloße minderheiten diese regimepolitik tragen ist aber auch gelogen. ahmadjihad wurde demokratisch gewählt und die massen"proteste" im nahen osten zeugen nicht von einer bloß radikalen minderheit die sich anti westlich gebärt.

ich vorverurteile übrigens auch kjeinen kurnaz sondern kritisiere die einseitigkeit des diskurses der solche fälle wie kurnaz, die sich im irak, iran etc.pp. zu tausenden finden, gegen amerika und den war on terror richtet, anstatt sein antiafschistisches potential zu reflektieren.
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Antigone

Fred-Töter

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15

Freitag, 2. Februar 2007, 19:35

Faschismus im Anti-Faschismus

@Lero: Ehrlich gesagt, gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass Deine Einstellung das "anti-faschistische" Äquivalent zum Faschismus ist. Du transponierst ein althergebrachtes Feindbild - den Türken/Islam - analog zum Feindbild Judentum. Der "Feind" soll schlichtweg zwangsreformiert werden - analog der Einführung des faschistischen Regimes in Polen, den Niederlanden, Frankreich etc. So schreibst Du: "Die Einführung [...] jedoch muss schnell und ohne Rücksicht geschehen, [...]" Die Wahl der Bezeichnung "Barbarei". Der "Aber wir werden nicht kapitulieren"-Unterton, der in Deinen polemischen Statements immer wieder mitschwingt. "dieses unrecht muss kritisiert werden, das darf jedoch nicht dazu führen den war on terrror in miskredit zu bringen." Hört sich für mich auch wieder ein wenig nach faschistischer Rechtfertigung der Konzentrationslager an. Dein Geschreibe über Schariha und Islamische Gesetzgebung erinnert an die Anti-Judentum-Polemik im Faschismus.

Innerhalb dieser Diskussion und dieser Thematik, so leid es mir tut, wenn ich Dich damit jetzt verletze, habe ich ganz gewaltig den Eindruck, dass Du auf faschistische Formen der Polemik zurück greifst. Und das macht mich echt krank. Da könnte ich, wie Ira *kotz*en. Und außerdem ;(en, weil ich Dich so nicht einschätze. Ich bin einfach entsetzt. Und das schlimmste daran ist, dass es Dir vermutlich gar nicht mal auffällt, dass Du gegen den Faschismus polemisierst, aber seine Floskeln, seine Darstellungsformen, seine Polemik aufgreifst.

Sapere aude!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Antigone« (2. Februar 2007, 19:37)

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Ira

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16

Samstag, 3. Februar 2007, 11:39

RE: Faschismus im Anti-Faschismus

Zitat

Original von Antigone
@Lero: Ehrlich gesagt, gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass Deine Einstellung das "anti-faschistische" Äquivalent zum Faschismus ist. Du transponierst ein althergebrachtes Feindbild - den Türken/Islam - analog zum Feindbild Judentum. Der "Feind" soll schlichtweg zwangsreformiert werden - analog der Einführung des faschistischen Regimes in Polen, den Niederlanden, Frankreich etc. So schreibst Du: "Die Einführung [...] jedoch muss schnell und ohne Rücksicht geschehen, [...]" Die Wahl der Bezeichnung "Barbarei". Der "Aber wir werden nicht kapitulieren"-Unterton, der in Deinen polemischen Statements immer wieder mitschwingt. "dieses unrecht muss kritisiert werden, das darf jedoch nicht dazu führen den war on terrror in miskredit zu bringen." Hört sich für mich auch wieder ein wenig nach faschistischer Rechtfertigung der Konzentrationslager an. Dein Geschreibe über Schariha und Islamische Gesetzgebung erinnert an die Anti-Judentum-Polemik im Faschismus.

Innerhalb dieser Diskussion und dieser Thematik, so leid es mir tut, wenn ich Dich damit jetzt verletze, habe ich ganz gewaltig den Eindruck, dass Du auf faschistische Formen der Polemik zurück greifst. Und das macht mich echt krank. Da könnte ich, wie Ira *kotz*en. Und außerdem ;(en, weil ich Dich so nicht einschätze. Ich bin einfach entsetzt. Und das schlimmste daran ist, dass es Dir vermutlich gar nicht mal auffällt, dass Du gegen den Faschismus polemisierst, aber seine Floskeln, seine Darstellungsformen, seine Polemik aufgreifst.


Den Eindruck in seiner Gesamtheit hatte ich auch schon und in dieser Diskussion grade besonders. Ich schätze dich nicht so ein, dass du blind irgendwas nachlaberst, was man dir vorsetzt, aber das macht es fast noch schlimmer, dass du solche Dinge vom Stapel lässt.
Nicht alle Muslime sind Extremisten oder ähnliches und nicht alle Bewohner Israels sind Engel. Ich habe die Juden nicht "herbeizitiert", ich habe nur versucht die dir die Absolutheit deiner Argumentationsweise vor Augen zu halten.
Und bevor ich anfange irgendwas zusammenzuschlagen, wenn ich deine Posts lese, bin ich aus dieser Diskussion raus. :rolleyes: ;( X( *wall*
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Leronoth

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17

Samstag, 3. Februar 2007, 14:54

RE: Faschismus im Anti-Faschismus

Zitat

Original von Antigone
Du transponierst ein althergebrachtes Feindbild - den Türken/Islam - analog zum Feindbild Judentum.

der vergleich hinkt völlig.
weder polemisiere ich gegen "die Türken" (die Türkei halte ich im vergleich zu anderen regimen noch für verhältnismäßig progressiv) oder "den islam", was du unter anderen an den formulierungen vom "politischen islam" ablesen kannst.
das du die spezifika des antisemitismus völlig verkennst ergibt sich von selber. du wirfst mir rassismus vor (was meines erachtens haltlos ist) und setzt diesen zudem noch mit dem antisemitismus gleich, als ob antisemitismus bloß eine spielart des rassismus sei...

Zitat

Der "Feind" soll schlichtweg zwangsreformiert werden - analog der Einführung des faschistischen Regimes in Polen, den Niederlanden, Frankreich etc.

ich denke dem liegt das problem zugrunde dass du den arabischen raum als kulturelles ganzes begreifst welcher respektiert werden sollte.
mir geht es nicht darum ein kulturelles muster gegen ein anderes zu ersetzen, sondern einen faschistischen raum zu entnazifizieren, um das mal so krass auszudrücken.
das bedeutet für mich die fortschrittlichen kräfte in den ländern gegen verfolgung zu schützen und grundlegende freiheitsrechte zu sichern. das begreife ich nicht als eine bloß "andere" kultur sondern als universale menschenrechte an denen alle "kulturen" gemessen werden müssen. Einen vergelcihd en zwar jede kultur verlieren muss, aber je nach "kulturkreis" mehr oder eben auch weniger erfüllt wird.
ich möchte also nicht den kapitalismus oder eine "kultur" wie ein "faschistisches regime" expandieren, sondern grundlegende zivilisatorische standarts in diese gebieten einführen und faschistsiche regimes welche auch ihre bevölkerung, also auch "den Araber" (besser "die Araberin") knechten, bekämpfen.

Zitat

Hört sich für mich auch wieder ein wenig nach faschistischer Rechtfertigung der Konzentrationslager an.

...als ob irgendein faschist seine KZs als urnecht barndmarken würde. Oder als ob im Faschismus KZ-Wärter verurteilt würden oder gar gerichtsverfahren für opfer folgen würden...

Zitat

Dein Geschreibe über Schariha und Islamische Gesetzgebung erinnert an die Anti-Judentum-Polemik im Faschismus.

ebenso völliger unsinn. ich halluziniere ja keine blutopfer oder kindsmorde, sondern gehe hier von de facto vorhandenen gesetzgebungen aus. dass der iran z.B. eine islamische republik ist, welche die schariah im grundgesetz stehen hat dürfte auch an dir nicht vorbeigegangen sein.
und dass arabischen frauen alles andere als emanzipiert leben, ist durchaus empirisch nachweisbar.
der vergleich hinkt abers chon dadurch dass das judentum nicht primäres ziel des hasses war sondern das phantasma jude als verkörperung des negativen prinzips als solches.

Zitat

Und das schlimmste daran ist, dass es Dir vermutlich gar nicht mal auffällt, dass Du gegen den Faschismus polemisierst, aber seine Floskeln, seine Darstellungsformen, seine Polemik aufgreifst.

das könnte daran liegen das ich mich mit faschistischer propaganda recht intensiv auseinandergesetzt habe.


@Ira

Zitat

Nicht alle Muslime sind Extremisten oder ähnliches und nicht alle Bewohner Israels sind Engel.

wo soll ich einen solchen scheiß geäußert haben?
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Leronoth« (3. Februar 2007, 17:20)

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Kasmodiah

Dea ex machina

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18

Samstag, 3. Februar 2007, 15:22

Das war wirklich meine Befürchtung, dass sich diese Diskussion dahingehend entwickeln würde, dass sich die DiskussionspartnerInnen gegenseitig argumentativ zerfleischen...
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kasmodiah« (3. Februar 2007, 15:23)

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Ira

Halbkind

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Samstag, 3. Februar 2007, 22:39

Therefore I take my leave, dear!
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Kasmodiah

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20

Samstag, 3. Februar 2007, 23:02

@Lero:


Eine Frage, die vielleicht nicht direkt zum Thema Kurnaz gehört, hätte ich schon noch... Also, du bist der Meinung, dass man durch militärische Intervention das Phänomen des Terrors bekämpfen kann?
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Leronoth

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21

Sonntag, 4. Februar 2007, 00:48

Zitat

Original von Kasmodiah
@Lero:


Eine Frage, die vielleicht nicht direkt zum Thema Kurnaz gehört, hätte ich schon noch... Also, du bist der Meinung, dass man durch militärische Intervention das Phänomen des Terrors bekämpfen kann?


harte frage. ich denke dass militärische interventionen momentan alternativlos sind. im falle mancher staaten können tatsächlich summen die in den terrorismus fließen abgezogen werden.
insgesamt muss das augenmerk aber natürlich auf eine erfolgreiches nationbuilding, also eine demokratisierung des nahen ostens gelegt werden.
dabei geht es mir auch nicht nur um den terror, der natürlich aufgrund seines neurotischen charakters nur generationsübergreifend langfristig bekämpfbar ist.

speziell im rian geht es mir aber aber mehr um die bedrohung israels durch den staat, also nicht de terrorismus, und die gewalt gegen die eigene bevölkerung.

alles in allem der terror wird sich dadurch kaum kurzfristig ändern, die gewalt gegen die bevölkerung und militärische bedrohungen können durch inrterventionen evtl. überwunden werden.

manöverkritik ist also durchaus sinnnvoll, das hauptziel, eine demokratisierung des nahen ostens, halte ich jedoch für unumdingbar.

der terrorismus wird erst mit einer überwindung des politischen islam gelöst werden können.
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Antigone

Fred-Töter

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22

Montag, 5. Februar 2007, 13:49

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Original von Kasmodiah
Das war wirklich meine Befürchtung, dass sich diese Diskussion dahingehend entwickeln würde, dass sich die DiskussionspartnerInnen gegenseitig argumentativ zerfleischen...


Ich zerfleische niemanden. Ich kann genauso unemotional und rational argumentieren, wie Lero. Und genau das habe ich getan. ;) Verstehe bitte harte Diskussionen nicht als Zerfleischen. ;) Ich habe aufgrund der Diskussion sicher kein gespaltenes Verhältnis zu Lero oder so. Ich wolle ihm schlichtweg nur aufzeigen, wie ich seine Äußerungen empfinde, wie sich bei mir ankommen.
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Original von Leronoth
der vergleich hinkt völlig.
weder polemisiere ich gegen "die Türken" (die Türkei halte ich im vergleich zu anderen regimen noch für verhältnismäßig progressiv) oder "den islam", was du unter anderen an den formulierungen vom "politischen islam" ablesen kannst.


Auch und gerade, weil diese Staaten Religion und Staat nicht trennen, halte ich es für durchaus sinnvoll, dass wir es als Außenstehende tun.

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das du die spezifika des antisemitismus völlig verkennst ergibt sich von selber. du wirfst mir rassismus vor (was meines erachtens haltlos ist) und setzt diesen zudem noch mit dem antisemitismus gleich, als ob antisemitismus bloß eine spielart des rassismus sei...


Und worin liegt Deines Erachtens der Unterschied zwischen einer Art von Rassismus und Rassismus im Allgemeinen? Ich sehe da keinerlei Unterschied.

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ich denke dem liegt das problem zugrunde dass du den arabischen raum als kulturelles ganzes begreifst welcher respektiert werden sollte.


Ja, ich denke, dass sich Menschen gegenseitig mit Respekt behandeln sollten. Erstaunlich. 8o

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mir geht es nicht darum ein kulturelles muster gegen ein anderes zu ersetzen, sondern einen faschistischen raum zu entnazifizieren, um das mal so krass auszudrücken.


Und ich glaube nicht, dass dieser Prozess glücken kann. In Deutschland hat es ja auch nicht geklappt.

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das bedeutet für mich die fortschrittlichen kräfte in den ländern gegen verfolgung zu schützen und grundlegende freiheitsrechte zu sichern. das begreife ich nicht als eine bloß "andere" kultur sondern als universale menschenrechte an denen alle "kulturen" gemessen werden müssen. Einen vergelcihd en zwar jede kultur verlieren muss, aber je nach "kulturkreis" mehr oder eben auch weniger erfüllt wird.
ich möchte also nicht den kapitalismus oder eine "kultur" wie ein "faschistisches regime" expandieren, sondern grundlegende zivilisatorische standarts in diese gebieten einführen und faschistsiche regimes welche auch ihre bevölkerung, also auch "den Araber" (besser "die Araberin") knechten, bekämpfen.


Da verkennst Du aber den für diese Region engen Zusammenhang von Kultur und Staat. Auch wenn Du das so knallhart forderst, finde ich das ausgesprochen problematisch. Man kann Menschen nicht einen Prozess aufzwingen, der in unserem Kulturkreis seit 400 Jahren statt findet.
Außerdem finde ich es im Rahmen dieser Diskussion pervers, dass Du einem Land, dass grundlegende Menschenrechte nicht anerkennt - siehe Guantanamo - die Fähigkeit zusprichst die Einführung grundlegender Menschenrechte fördern zu können. Ein Staat, der so mit Menschen umgeht, wie die USA es tun, ist IMO gerade ein Gegenbeispiel für Menschenrechte und kein "Menschenrechts-Messias".

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Dein Geschreibe über Schariha und Islamische Gesetzgebung erinnert an die Anti-Judentum-Polemik im Faschismus.

ebenso völliger unsinn.


Wie kannst Du in meinen Kopf reinschauen... wie kannst Du über meine Gefühle (=Empfindungen) als Unsinn urteilen?


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und dass arabischen frauen alles andere als emanzipiert leben, ist durchaus empirisch nachweisbar.
der vergleich hinkt abers chon dadurch dass das judentum nicht primäres ziel des hasses war sondern das phantasma jude als verkörperung des negativen prinzips als solches.


Was aber kein Problem dieser Religion ist, sondern deren Auslegung. Und in sofern ist es auch eine Verkennung der Religon an sich. Und bezieht sich auf eine Art der Religionsausübung und nicht auf die Religion im Gesamten. Also kannst Du nicht von "dem Islam" oder "den islamischen Frauen" sprechen. Ich finde, die Tatsache, dass in der Türkei Kopftücher verboten sind, weil sie gegen den Islam verstoßen, spricht für sich. Islam und Frauen-Debatten solltest Du mit mir vermeiden, ich hab da ein ganzes Seminar zu belegt. ;) Das sind theologische Aspekte, aber keine Aspekte der Religion an sich.

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das könnte daran liegen das ich mich mit faschistischer propaganda recht intensiv auseinandergesetzt habe.


Komisch, dass es jemand anderem, der sich ebenfalls mit faschistischer Propaganda intensiv auseinandergesetzt hat, aber genau so aufstößt. Du verkennst die Tatsache, dass ich mich seit 20 Jahren mit dem Faschismus und Nationalsozialismus beschäftige.

Und eine Anmerkung am Rande: Die Verknüpfung zwischen Antiamerikanismus-Antisemitismus rüht IMO übrigens aus einer faschistischen Sichtweise. An Deiner Stelle würde ich mich von dieser Sichtweise, die "die Juden" durchaus angenommen haben - offensichtlich (siehe aktuelle Ausgabe vom Meier) - schnellst möglich distanzieren.

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@Ira

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Nicht alle Muslime sind Extremisten oder ähnliches und nicht alle Bewohner Israels sind Engel.

wo soll ich einen solchen scheiß geäußert haben?


Genau das ist ja der Punkt. Du schreibst "der Islam" oder "der politische Islam". Das is genauso widersinnig, als wenn Du "das Christentum" schreiben würdes. Ich weiß, es ist ausgesprochen gemein mit Heidelberger Religionswissenschaftlerinnen über das Thema Religion zu diskutieren. Mein Männe ist gestern auch schlichtweg verzweifelt. ;)


Dein Post an Kasmo würde ich übrigens durchaus unterschreiben, wenn Du nicht der Meinung wärst, dass man Gewalt mit Gegengewalt bekämpfen sollte. IMO erzeugt Gewalt nämlich lediglich neue Gewalt und ist damit kontraproduktiv.

Sapere aude!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Antigone« (5. Februar 2007, 14:55)

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