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Cthulhu

Kaputtalist

Registrierungsdatum: 24. September 2003

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1

Sonntag, 28. September 2003, 16:46

Klassenkampf

So, nu sind mal die Sozis und die Kommis gefragt!

Was bedeutet für euch Klassenkampf?

Demonstrationszüge?

Randale?

Steine?

Terrorismus?

Ich bitte um ANtworten! Meine Vision folgt später!
early bird gets the worm, but the second mouse gets the cheese
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Leronoth

Kritischer Theoretiker

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2

Sonntag, 28. September 2003, 17:03

Hmm für mich bedeutet es drei dinge:
Ton
Steine
Scherben

*gg* nee im ernst.

Klassenkampf bedeutet mir wenig. ich bin ein mensch der die utopie des perfekten staates für jeden einführen will.
und dazu kann kommunismus führen. Aber nur mit einer friedlichen raveolution. denn ein friedliches system muss auch friedlich errichtet werden.

wenn wir wollen stehn alle räder still.

der satz sagt alles. wir sind das volk.
keine gewalt. einfach nix mehr tun.
Herz voll Leid und Missgeschick,
Das voll sehnsucht Eden sucht,
Weine! - Oder sei verflucht!

Baudelaire
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Dark Light

Fortgeschrittener

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3

Sonntag, 28. September 2003, 18:26

bin zwar kein sozi oder kommi aber ich seh das wie lero, es sollte eine freidliche revolution sein, gerade von den linken erwarte ich eigentlich daß die bissel mehr hirn im kopf haben und sich nich auf blödsinnige schlägereien einlassen.
aber leider is das auch nich immer der fall...
PAIN - is all thats left inside
HATE - is all thats left behind
HATE and PAIN - is all thats left behind
HATE and PAIN - Solution Suicide
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rekonstrukteurin

Erleuchteter

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4

Sonntag, 28. September 2003, 19:11

sozis und kommis also nur.. wer bin ich denn ?
en liberaler sozi sag ich mal
dann darf ich hier ja nicht rein
*fustritt von cthulhu "hau ab du liberaler sozialist
ungreifbarer non-rationalist
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Darhel

Meister

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5

Sonntag, 28. September 2003, 19:42

So, ihr habt es nicht anders gewollt. Ich werde jetzt das erste Kapitel von meinem Buch posten. Allerdings ist es noch nicht ganz fertig und muss noch überarbeitet werden, sowie auf Tippfehler überprüft werden. Da es kein kommerzielles Buch ist (was ja ein Widerspruch wäre), kann ich es auch hier veröffentlichen:

1. System des Untergangs

Wir alle wissen, wie unsere Gesellschaft aussieht. Da gibt es die Wirtschaft und Politik, die über unseren Kopf hinweg unser gesamtes Leben und sogar Denken bestimmen und wir geben uns damit zufrieden, welche Partei/Koalition das tun darf.
Wir brauchen kein Geheimnis daraus zu machen, wir leben in keiner wirklichen Demokratie. Egal, wen wir wählen, er kriecht den Reichen in den Allerwertesten. Das funktioniert in etwa so: Die Parteigrößen bekommen Spenden aus der Wirtschaft, von denen sie neben ihren Diäten gut leben können und im Gegenzug gewähren die den betreffenden Unternehmen Steuerfreiheiten und großzügige Subventionen.
Das alles führt dazu, dass es im Staatshaushalt erheblich an Geld fehlt. Die Schulden gehen in die Milliarden und wenn etwas zurück gezahlt wird, dann sind es gerade mal die Zinsen. Wo bekommt man nun das fehlende Geld her? Genau, man nimmt das Volk wie eine Weihnachtsgans aus und kürzt ihnen soziale Leistungen.
So kommt es dann, dass die oberen 10 Prozent der Gesellschaft, zu der neben den aktiven Politikern und Wirtschaftsbossen auch die nichtsnutzige High Society zählt, 40 Prozent des gesamten Privatvermögens besitzt. Und das ist nur auf Industrieländer wie die BRD bezogen; global gesehen verschieben sich diese Zahlen noch um einiges!
Wie kann es sein, dass die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung in bitterster Armut leben muss, während einige wenige sich nach Herzenslust satt fressen dürfen? Wie ist sowas möglich? Nun, das ist ganz einfach, die Ärmsten dieser Welt haben weder die Kraft, noch die Ressourcen, sich gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren und wenn sie sich in einem Verzweiflungsakt mit einem Flugzeug in ein Gebäude derer stürzen, die sie knechten, dann können sie sicher sein, dass ihre Familien, ja ihr ganzes Volk, zu Hause aus Rache blutig niedergemäht werden.
Und jene, die das Glück haben, in einem Industrieland geboren zu sein? Es geht ihnen bei weitem nicht so schlecht, wie den Menschen in der 3. und 4. Welt, aber Slums gibt es in Form von Trailerparks auch in den USA und mit den sozialen Systemen sieht es auch herzlichst düster aus. So haben wir zwar Strom, fließend Wasser und in der Regel auch ein Dach über'm Kopf (was nicht mal zwangsläufig der Fall sein muss...), aber richtig gut es uns auch nicht.
Wieso also lassen wir uns diese Zustände gefallen, obwohl wir die Möglichkeit hätten, uns zu wehren? Genau, die Medien sind schuld! Sie gaukeln uns eine heile Welt vor, lassen uns an den schrecklichen Schicksalen der armen Reichen teilhaben und „Star Search“ oder „Wer wird Millionär“ sei dank, haben sogar wir Nobodies die Chance, an größere Geldbeträge zu kommen. Dass die Chance verschwindend gering ist und die wenigen Superstars unter uns wie Milchkühe bis zum Ende gemolken und dann wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen werden, interessiert uns nicht! Wer kann sich denn noch an die Big Brother Stars erinnern? Als der Hype weg war, waren es auch die Stars und niemand hatte dann noch mit ihnen Mitleid!
Aber das kümmert uns nicht, wir interessieren uns nur für das Aktuelle Geschehen und versuchen, daran Teil zu haben, wenn auch nur geistig und nicht materiell. So kommt es dann auch, dass bei Versagen von Rot-Grün wieder Schwarz-Gelb gewählt wird. Denn das sie die Karre einst erst in den Dreck gefahren haben und sogar androhen, dass ihnen die Politik ihrer regierenden Konkurrenz nicht weit genug geht, haben wir bereits schon längst vergessen.
Wenn dann die nächsten Wahlen sind, interessieren uns nur die frechen Sprüche auf den bunten Plakaten und den Charme, den die zwei Kanzlerkandidaten während eines oberflächlichen Imageduells versprühen. Nach der Wahl sind immerhin noch 4 Jahre genug Zeit, sich darüber aufzuregen, dass man das falsche gewählt hat!
Doch wo hat uns diese Strategie und Irrglauben an die Meinungsmache der Medien hingebracht, außer in die Armut und Verzweiflung? Langsam müssten wir doch kapiert haben, dass wir immer und immer wieder belogen wurden und es uns keinen Deut besser, sondern immer nur schlechter geht!
Aber nein, wir stellen uns weiterhin dümmer als wir sind und an eine politische Alternative, wie z.B. den Sozialismus, denken wir erst gar nicht, weil die Medien und gesagt haben, dass die böse sind. Allerdings gab es nie einen richtigen Sozialismus in unseren Breiten und die wenigen Ansätze, die es in der DDR gab, waren ja nun wirklich schlecht. Währenddessen sind jene, die von den Medien als gütige, gottgleiche Herrscher angepriesen werden, in Wahrheit diejenigen, die für unser Elend verantwortlich sind.
Die Medien haben uns also nach Strich und Faden belogen und wer einmal lügt, dem glaubt man nicht! Könnte doch also sein, dass die Vorturteile, gegen die einzigen Alternativen vielleicht ganz und gar unbegründet sind?
Sicherlich, die SED, besonders die Honneckerriege, war ebenfalls ein verlogener Sauhaufen. Aber gerade aus diesem Grund waren sie eben keine wahren Sozialisten! Im Gegenteil, eigentlich waren sie von Grund auf Kapitalisten, die ihrer Politik das Etikett „Sozialismus“ aufklebten, um so für sich zu werben.
Auch war die RAF ein Zeugnis geistiger Armut, das erkennt man schon allein daran, dass viele Mitglieder nach ihrem Fall in die rechte Szene übergewechselt sind! Terror hat mit einer ernst gemeinten Revolution, wie sie z.B. Che in Kuba durchführte, rein gar nichts zu tun! Die DKP hat das anscheinend auch noch nicht ganz kapiert, denn mit dem Verkauf von Milosovic T-Shirts gewinnt man keine Freunde.
Das alles sind Beispiele für politischen Extremismus und Extemismus, egal ober von links, rechts oder oben kommt, ist keine vernünftige Lösung und bringt nur noch mehr Leid. Und nicht zuletzt ist es dem Linksextremismus zu verdanken, dass die ehrlich gemeinten alternativen in Verruf geraten! Also bitte ich, diese beiden Sachen nicht zu verwechseln, wenn ich mich als Linker oute!
Aber zurück zum eigentlich Thema. Da diese vernüftige Alternative nun ausgeschlagen wird (sie könnte andererseits eh nicht den Attacken der Kapitalisten standhalten) und eine Revolution am mangelnden Mut der Leidenden scheitert, bleibt nicht mehr viel, um den sozialen Missständen Abhilfe zu schaffen. Deshalb werde ich im Folgenden ein paar Fragen aufstellen, die sich jeder ganz leicht selbst beantworten kann. Und dann kommen wir noch einmal darauf zurück, ob wir weiterhin Knechte dieser Gesellschaftsordnung sein wollen, oder ob es uns nach besserem strebt...
Die Testreihe Mensch ist jetzt abgeschlossen
Testobjekt muss nun leider eliminiert werden
Die Menschheit darf sich nicht unkontrolliert fortpflanzen...
Wir stoppen das Programm in 10 Sekunden... !

Herrschen, siegen, einsam sein...
Dachten wir...
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Welle:Erdball
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Darhel

Meister

Registrierungsdatum: 26. September 2003

Beiträge: 1 755

Geschlecht: Männlich

6

Sonntag, 28. September 2003, 19:43

Teil 2:

1.Wie gesagt teilen sich die oberen 10 Prozent über 40% des Privatvermögens. Doch wozu brauchen sie das ganze Geld? Sie horten auf ihren Konten Millionen, manche sogar Milliarden. Das sind Summen, die ein vernünftiger Mensch nie ausgeben könnte und selbst die Besitzer dieser Konten tun das nicht. Warum brauchen sie also mehr Geld, als sie ausgeben können? Was hat es für einen Sinn, solche Unsummen anzuhäufen?
Eigentlich macht das nur Sinn, wenn man entweder ein perverses Vergnügen daran hat, anderen etwas wegzunehmen und jene dann leiden zu sehen oder wenn man an die himmlische Schatzkammer der Ferengi glaubt, in die man nach dem Tod aufsteigen will...

2.Ist es für jedes Individuum Sinn des Seins, sein privates Glück zu finden. Die oberen 10 Prozent verweigern dem ganzen Rest der Menschheit das Glücklichsein, in dem sie sie zu Wirtschaftsfaktoren degradieren, die bis zum Tod in die Tasche der Reichen arbeiten. Doch das einzige, was die Reichen dadurch bekommen, ist ein riesiges Vermögen, für dessen Anhäufung sie ihr ganzes Leben mit Tyrannei verbringen und am Ende in der Angst leben, es wieder zu verlieren.
Am Ende nehmen sie sich mit diesem Verhalten auch ihr eigenes wahres Glück, weil sie so etwas gar nicht mehr empfinden können. Wo zum Henker liegt denn nun der Sinn dieses wahnwitzigen Systems, wenn am Ende niemand glücklich ist?
Ach ja, man begnügt sich auf beiden Seiten mit der Illusion von Glück. Während die einen alles hinnehmen und sich über Unsinn in den Medien freuen, nehmen die anderen an, das Ausleben ihrer Habgier und ihres Sadismus wäre Glück! Ich ziehe die Frage also zurück...

3.Bei Häufung des ganzen Reichtums gehen die meisten von den oberen 10 Prozent über Leichen. Das Wohl der Allgemeinheit ist ihnen egal, solange sie sich selber wohl fühlen, sie scheißen auf die Umwelt und wenn sie Öl brauchen, schlachten sie ganze Völker ab und machen ganze Landstriche mit radioaktiver Munition, Minen und Blindgängern unbewohnbar.
Aber was haben sie davon? Die Erde wird von Naturkatastrophen heimgesucht und über kurz oder lang zu einer unbewohnbaren Wüste. Was wollen die Reichen also mit ihrem Geld, wenn sie nicht mal mehr Luft zum Atmen haben?
Ein indianisches Sprichwort besagt: „Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Vogel geschossen ist, werdet ihr erkennen, dass man Geld nicht fressen kann!“
Die Ironie dabei ist, dass sie ganz genau wissen, dass es so kommen wird und dennoch weiter machen! Reichtum scheint demnach eine Geisteskrankheit zu sein, die das Urteilsvermögen beeinträchtigt...

4.Jeder weiß, wie dumm es ist, sich in den eigenen Fuß zu schießen. Es tut weh und niemand macht es, weil es total sinnlos und selbstzerstörerisch wäre.
Unsere heutige Gesellschaftsordung jedoch (und da ist sie nicht die erste) pustet sich selber den ganzen Schädel weg!!! Warum unterstützen das alle, obwohl sie sich selber nie in den eigenen Fuß schießen würden???
Warum arbeiten wir nicht ein neues System aus (zu dem gewisse Grundlagen sogar schon existieren) und hören auf, uns mit der Schrotflinte vor dem eigenen Gesicht herumzufuchteln? Warum passen wir uns jeder neuen Tortur an, die uns von oben auferlegt wird, statt die Flinte, die man uns anbietet, einfach abzulehnen, aufzustehen und zu sagen: „NEIN, ES REICHT! MIT UNS NICHT! WIR WOLLEN NICHT, DASS IHR UNS LÄNGER TOTREGIERT! WIR WOLLEN ENDLICH WIEDER LEBEN UND MIT VERNUNFT REGIERT WERDEN UND DABEI MITSPRACHERECHT HABEN!“
Ja, wir sollten endlich unser Recht auf Selbstbestimmung einfordern und ich rede hier nicht von Anarchie. Wir sollten endlich zeigen, wer in der Mehrheit ist und unsere eigene Demokratie verlangen, in der nicht länger über unsere Köpfe hinweg entschieden wird.
Uns hängt es zum Halse raus, mit Versprechen zugepflastert zu werden, die unsere gewählten Vertreter nach den Wahlen wieder brechen oder ihre Durchsetzung in eine ferne Zukunft verschieben. Wir wollen Verbesserungen, jetzt, sofort und auf der stelle.
Es nützt uns weder etwas, wenn solange auf medizinische Behandlung warten müssen, bis wir tot sind, als der Umwelt neue Verordnungen nützen, die erst nach ihrer Zerstörung in Kraft treten. Es ist nicht nur möglich, ein neues, vernunftorientiertes System zu schaffen, es sogar bitter nötig!
Und wenn ich sage, wir müssen etwas verbessern, meine ich nicht, dass wir das System ändern müssen – nein – das System muss durch ein neues ersetzt werden. Dieses System ist eine Krankheit und unsere Gesellschaft, unser Planet, der Patient. Wir kommen nicht weiter, wenn wir versuchen die Krankheit zu heilen, wir müssen den Patienten heilen. Wenn wir ein paar Schmerzen lindern, schiebt das den Tod nur auf...
Damit will ich sicherlich nicht zu irgendwelcher Gewalt aufrufen oder dergleichen. Nein, wir müssen uns diesem System einfach nur verweigern! Wir müssen streiken, wir müssen uns dem Konsum verweigern, wir dürfen uns nicht länger von Talkshows, Brot und Spielen verdummen lassen! Wir dürfen auch nicht mehr die Produkte kaufen, für die Regenwälder abgeholzt, ganze Arten ausgerottet und Tiere in Massenhaltung gequält werden!
Wenn wir uns dieser Dinge einfach nur verweigern und zivilen ungehorsam ausüben, wird dieses System wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Die korrupten Tyrannen werden einfach keine Macht mehr über uns haben, so einfach ist das! Es hat bei Ghandi funktioniert, es hat bei Martin Luther King funktioniert und es es hat bei Nelson Mandela funktioniert. Das dürfte einem doch Mut machen...
Natürlich darf man sich nicht abschrecken lassen, wenn die Regierung mit militärischer Gewalt droht. Das wäre nur ein weiter Beleg für ihre menschenverachtende Einstellung und Methoden. So gewinnt man die öffentliche Meinung sicherlich nicht für sich, im Gegenteil. Und keine Sorge, sie können uns nicht alle einfach niedermähen, wer würde dann noch für sie sorgen?
Ja, wir müssen sie einfach nur im Stich lassen, die ernte für uns einfahren und ihnen nichts abgeben. Dann fangen sie entweder selbst an, zu arbeiten, oder sie müssen verhungern. Wie auch immer, wir hätten gewonnen. Wir könnten ein neues System einfach über Nacht erschaffen, nur in dem wir, möglichst alle gleichzeitig, den Entschluss fassen, dass uns das alte System nicht mehr gefällt.
Aber was rede ich, die Mehrheit von uns wird wohl zu faul sein, um nichts mehr zu tun. Und die Mehrheit wird zu feige sein, sich nicht mehr knechten zu lassen. Ich kann das verstehen, es ist einfach die Angst vor Veränderungen, selbst wenn diese zum Guten sind.
Man wird aus dem finsteren Alltag gerissen, um zusammen mit anderen etwas neues zu schaffen, selbst wenn man dafür nur nicht tun muss. Man muss sich etwas neuem anpassen, das kann schon mal anstrengend sein. Und dann erst der Schock, dass es auch anders gehen kann. Das ist, als würde ein Blinder plötzlich sehen. Wie soll er sich von einem Moment auf den anderen daran gewöhnen, da würde er wohl lieber blind bleiben, weil er gelernt hat, damit zu leben...
Bis dahin ist der Vergleich ja noch ganz nett und nachvollziehbar, aber ein blinder richtet sich nicht selbst zu Grunde, wie wir es tun. Er springt nicht vor ein Auto, nur weil er es nicht sieht. Immerhin hört es und kann ihm so ausweichen. Und so wissen auch wir, dass unsere Gesellschaft so nicht mehr lange überleben kann. Sollten wir dieser Zukunft nicht auch aus dem Weg springen?
Ich denke, so schnell wird das nicht passieren, denn ich bin nicht nur ein Idealist, sondern auch ein Realist. Aber vielleicht müssen wir ja gar nichts tun, vielleicht richten sich die Dinge ja von selbst...
Immerhin befinden wir uns in einer Art Dauerkrieg. Noch ist er immer nur lokal beschränkt, die Lunte brennt noch ein Stück am Pulverfass. Doch irgendwann ist sie zu Ende. Ich möchte nicht, dass man mich jetzt falsch versteht, ich bin gegen den Krieg, verdammt ich bin ein Pazifist und liebe den Frieden!
Aber ein neuer Weltkrieg ist einerseits unausweichlich und andererseits auch bitter nötig, um die Welt noch zu retten. Das klingt paradox? Ist es aber nicht! In einem solchen Krieg würden Hundertemillionen, vielleicht sogar Milliarden Menschen sterben und was nicht von Bomben zerschmettert wird, das erledigen im Anschluss Seuche.
So viele Tote sind schon mal ein ganz schöner Schock, aber es geht noch weiter. Die Natur (von der ich sicher bin, dass sie sich wieder erholt) schwere Schäden davon tragen, wichtige Ressourcen wie Erdöl und Trinkwasser werden völlig verbraucht oder vernichtet/verseucht sein, wir werden nicht mal genug zu Essen haben!
Die Erde wird in Trümmern liegen und man könnte sie mit keinem Geld der Welt wieder aufbauen. Das wird der Moment sein, in dem die Überlebenden erkennen werden, dass man Geld nicht fratzen kann, dass es nur Wertloses Papier, Metall oder eine Datei auf einem abgestürzten Rechner ist. Das wird der Beginn eines neuen Zeitalters ein!
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Gast

unregistriert

7

Dienstag, 30. September 2003, 23:13

Nur Sozis und so? Ist das nicht ein bisschen engstirnig? An ner Diskussion ist doch gerade die Meinung von Andersdenkenden(solang sie sich beherrschen) interessant.

Naja, Klassenkampf an sich, das Wort, bedeutet für mich, dass man sich nicht von den Bonzen und den Millionären niedermachen lassen sollte, dass man ihnen die Illusion nehmen sollte, was besseres zu sein. Das kann jeder von uns machen, indem er auf der Straße solche Typen einfach anquatscht und in irgendwelche Gespräche verwickelt oder so. Oder wenn man ganz locker auf sie zugeht und auf a Bierchen einladen will, damit schadet man ihrem Ego, dadurch dass man ihnen zeigt, dass man sie wie nen "normalen" Menschen behandelt und nicht wie was besseres.
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Gargos

Schüler

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8

Dienstag, 30. September 2003, 23:56

darlehen ich hab mir nur den anfang deines "buches" durchgelesen und im groben stimmt es auch aber richtig was neues ist es auch nicht

erstmal grob gesagt kann es den perfekten sozialismus nicht geben aus 2 gründen: 1. sind die meisten menschen nunmal egoistische mastdärme und
2. selbst für mich als komplett nicht 1. gibt es noch den grund der verringerten freiheit denn "not macht erfinderisch" aber wenn denn keine not da ist? sicher gibt es auch dann noch kreative schübe aber weniger

außerdem wäre es salopp ausgedrückt dann stinklangweilig

kapitalismus: "die reichen" (tolle verallgemeinerung) beklagen sich dass sie nichts mehr verdienen... wie denn auch wenn sie schon das ganze geld haben... was auch schwachsinn ist sind die theoretischen ewigen wachstümer (mehrzahl gibt es laut duden nicht) und dann kommen so beispielzahlen wie mitte bis ende der 90er 4-stellige wachstumsraten in der internetbranche... wenn es nur (übertrieben gesagt) 2 firmen gibt und dann plötzlich 20 sind es nicht viele aber als prozentualer wert klingen 1000% doch geil... dass nicht ewig 1000% ist den sogenannten experten dann auch egal und dann wird sich über ein rückgang des wachstums und der einnahmen beklagt wenn das geld dass zuerst für 20 leute war plötzlich für 20000 ist...
außerdem beklagen sich plattenfirmen und buchverlage über rückgänge... ich bin gegen raubkopien, emulatoren und sonstiges (und ja ich hab mp3s aber relativ wenige und größtenteils von dingen die man im normalen laden fast nicht findet) und ich bin gerne bereit einen angemessenen betrag für mp3s zu bezahlen für die lieder die ich wirklich will wobei eine "demoversion" für alle produkte die sich nach ein paar stunden oder je nach komplexität des produktes selbst löscht
gerade jetzt kommt auf blizz pro7 das thema legal musik aus dem internet aber dort eben fast auch nur mainstreammusik (future sounds of london oder videospiel/serienmusiken zu weniger erfolgreichen dingen findet man da kaum)
ok das war jetzt etwas ausschweifend visionär...

was ich meinte ist dass die betroffenen natürlich am meisten klagen aber "nichts" tun (einige machen eben doch was)

was auch absolut dumm und unlogisch ist ist dass "diese" reichen mehr wollen und deswegen auch so wenig wie möglich ausgeben: arbeitslosigkeit nicht nur in deutschland und wenn das volk dann kein geld hat kann es nichts kaufen und die regierung ist schuld....
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Darhel

Meister

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9

Mittwoch, 1. Oktober 2003, 19:13

Nun ja, ich denke, ich bin mit meinem "Buch" realistisch geblieben. Immerhin habe ich gute Ideen wiedergegeben und ergänzt und ein Scheitern aufgrund der von Gargos geannten Probleme eingestanden...
Das Buch ist halt "Idealismus", an eine Wirkung glaube ich auch nur im kleinen Stile und die Leser hätten mir meist auch schon vorher zugestimmt. Na ja, immerhin ein Versuch und sollte sich die Welt je bessern ist dieses und andere Bücher vielelicht ein guter Ansatz. :D
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Cthulhu

Kaputtalist

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10

Mittwoch, 1. Oktober 2003, 20:46

2 Sachen...erstens will ich das Buch ham wenns fertig is, Darhel *g*

Und zweitens hab ich nirgends gesagt, dass hier nur Sozis und Kommis posten dürfen. NUr sind das die, die sich auf den Klassenkampf berufen und ich wollte keine Diskussion darüber, ob das gut ist, sondern nur was für die einzelnen Leute Klassenkampf bedeutet!

Und deshalb hab ich direkt mal die Linke Ecke angesprochen, weil die da meistens eher schon eine Idee haben...nicht linke machen sich normalerweise keine Gedanken um sowas, deshalb ist das, was sie schreiben sehr spontan und meistens nicht ausgereift...also bitte, je mehr desto besser, aber dann bitte qualifiziert!
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11

Mittwoch, 1. Oktober 2003, 20:50

Also der Klassenkampf ist in meinen Augen, das AUFMERKSAM MACHEN, ohne jeglicher Form von Gewalt!

Demonstrationen sind ok, aber Randale, Steine und Terrorismus sind der Falsche Weg...

...lieber über die Musik, wie eben Ton Steine Scherben....
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Cthulhu

Kaputtalist

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12

Mittwoch, 1. Oktober 2003, 20:52

na dann wird die Musik zensiert, die Demos verboten usw.

Was dann? Aufgeben?
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Darhel

Meister

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13

Donnerstag, 2. Oktober 2003, 18:41

Ich propagiere den zivilen Ungehorsam. Glaube zwar, dass er an dem Deinteresse am eigenen Schicksal der Bevölkerung nicht durchführbar wäre, aber wenn alle mitmachen würde, wäre dieses System von einem Tag auf den anderen abgesetzt...
Na ja, mal sehen wenn es uns noch dreckiger geht, irgendwann ist dann die Grenze erreicht und es passieren Dinge wie in Indien, Südafrika und den USA.
Leider war nach diesen aktionen dann wieder Ruhe und so hat sich am Ende nix gebessert, denn kaum denken die Massen, sie häten es geschafft, werden si wieder faul...
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