Teil 2:
1.Wie gesagt teilen sich die oberen 10 Prozent über 40% des Privatvermögens. Doch wozu brauchen sie das ganze Geld? Sie horten auf ihren Konten Millionen, manche sogar Milliarden. Das sind Summen, die ein vernünftiger Mensch nie ausgeben könnte und selbst die Besitzer dieser Konten tun das nicht. Warum brauchen sie also mehr Geld, als sie ausgeben können? Was hat es für einen Sinn, solche Unsummen anzuhäufen?
Eigentlich macht das nur Sinn, wenn man entweder ein perverses Vergnügen daran hat, anderen etwas wegzunehmen und jene dann leiden zu sehen oder wenn man an die himmlische Schatzkammer der Ferengi glaubt, in die man nach dem Tod aufsteigen will...
2.Ist es für jedes Individuum Sinn des Seins, sein privates Glück zu finden. Die oberen 10 Prozent verweigern dem ganzen Rest der Menschheit das Glücklichsein, in dem sie sie zu Wirtschaftsfaktoren degradieren, die bis zum Tod in die Tasche der Reichen arbeiten. Doch das einzige, was die Reichen dadurch bekommen, ist ein riesiges Vermögen, für dessen Anhäufung sie ihr ganzes Leben mit Tyrannei verbringen und am Ende in der Angst leben, es wieder zu verlieren.
Am Ende nehmen sie sich mit diesem Verhalten auch ihr eigenes wahres Glück, weil sie so etwas gar nicht mehr empfinden können. Wo zum Henker liegt denn nun der Sinn dieses wahnwitzigen Systems, wenn am Ende niemand glücklich ist?
Ach ja, man begnügt sich auf beiden Seiten mit der Illusion von Glück. Während die einen alles hinnehmen und sich über Unsinn in den Medien freuen, nehmen die anderen an, das Ausleben ihrer Habgier und ihres Sadismus wäre Glück! Ich ziehe die Frage also zurück...
3.Bei Häufung des ganzen Reichtums gehen die meisten von den oberen 10 Prozent über Leichen. Das Wohl der Allgemeinheit ist ihnen egal, solange sie sich selber wohl fühlen, sie scheißen auf die Umwelt und wenn sie Öl brauchen, schlachten sie ganze Völker ab und machen ganze Landstriche mit radioaktiver Munition, Minen und Blindgängern unbewohnbar.
Aber was haben sie davon? Die Erde wird von Naturkatastrophen heimgesucht und über kurz oder lang zu einer unbewohnbaren Wüste. Was wollen die Reichen also mit ihrem Geld, wenn sie nicht mal mehr Luft zum Atmen haben?
Ein indianisches Sprichwort besagt: „Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Vogel geschossen ist, werdet ihr erkennen, dass man Geld nicht fressen kann!“
Die Ironie dabei ist, dass sie ganz genau wissen, dass es so kommen wird und dennoch weiter machen! Reichtum scheint demnach eine Geisteskrankheit zu sein, die das Urteilsvermögen beeinträchtigt...
4.Jeder weiß, wie dumm es ist, sich in den eigenen Fuß zu schießen. Es tut weh und niemand macht es, weil es total sinnlos und selbstzerstörerisch wäre.
Unsere heutige Gesellschaftsordung jedoch (und da ist sie nicht die erste) pustet sich selber den ganzen Schädel weg!!! Warum unterstützen das alle, obwohl sie sich selber nie in den eigenen Fuß schießen würden???
Warum arbeiten wir nicht ein neues System aus (zu dem gewisse Grundlagen sogar schon existieren) und hören auf, uns mit der Schrotflinte vor dem eigenen Gesicht herumzufuchteln? Warum passen wir uns jeder neuen Tortur an, die uns von oben auferlegt wird, statt die Flinte, die man uns anbietet, einfach abzulehnen, aufzustehen und zu sagen: „NEIN, ES REICHT! MIT UNS NICHT! WIR WOLLEN NICHT, DASS IHR UNS LÄNGER TOTREGIERT! WIR WOLLEN ENDLICH WIEDER LEBEN UND MIT VERNUNFT REGIERT WERDEN UND DABEI MITSPRACHERECHT HABEN!“
Ja, wir sollten endlich unser Recht auf Selbstbestimmung einfordern und ich rede hier nicht von Anarchie. Wir sollten endlich zeigen, wer in der Mehrheit ist und unsere eigene Demokratie verlangen, in der nicht länger über unsere Köpfe hinweg entschieden wird.
Uns hängt es zum Halse raus, mit Versprechen zugepflastert zu werden, die unsere gewählten Vertreter nach den Wahlen wieder brechen oder ihre Durchsetzung in eine ferne Zukunft verschieben. Wir wollen Verbesserungen, jetzt, sofort und auf der stelle.
Es nützt uns weder etwas, wenn solange auf medizinische Behandlung warten müssen, bis wir tot sind, als der Umwelt neue Verordnungen nützen, die erst nach ihrer Zerstörung in Kraft treten. Es ist nicht nur möglich, ein neues, vernunftorientiertes System zu schaffen, es sogar bitter nötig!
Und wenn ich sage, wir müssen etwas verbessern, meine ich nicht, dass wir das System ändern müssen – nein – das System muss durch ein neues ersetzt werden. Dieses System ist eine Krankheit und unsere Gesellschaft, unser Planet, der Patient. Wir kommen nicht weiter, wenn wir versuchen die Krankheit zu heilen, wir müssen den Patienten heilen. Wenn wir ein paar Schmerzen lindern, schiebt das den Tod nur auf...
Damit will ich sicherlich nicht zu irgendwelcher Gewalt aufrufen oder dergleichen. Nein, wir müssen uns diesem System einfach nur verweigern! Wir müssen streiken, wir müssen uns dem Konsum verweigern, wir dürfen uns nicht länger von Talkshows, Brot und Spielen verdummen lassen! Wir dürfen auch nicht mehr die Produkte kaufen, für die Regenwälder abgeholzt, ganze Arten ausgerottet und Tiere in Massenhaltung gequält werden!
Wenn wir uns dieser Dinge einfach nur verweigern und zivilen ungehorsam ausüben, wird dieses System wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Die korrupten Tyrannen werden einfach keine Macht mehr über uns haben, so einfach ist das! Es hat bei Ghandi funktioniert, es hat bei Martin Luther King funktioniert und es es hat bei Nelson Mandela funktioniert. Das dürfte einem doch Mut machen...
Natürlich darf man sich nicht abschrecken lassen, wenn die Regierung mit militärischer Gewalt droht. Das wäre nur ein weiter Beleg für ihre menschenverachtende Einstellung und Methoden. So gewinnt man die öffentliche Meinung sicherlich nicht für sich, im Gegenteil. Und keine Sorge, sie können uns nicht alle einfach niedermähen, wer würde dann noch für sie sorgen?
Ja, wir müssen sie einfach nur im Stich lassen, die ernte für uns einfahren und ihnen nichts abgeben. Dann fangen sie entweder selbst an, zu arbeiten, oder sie müssen verhungern. Wie auch immer, wir hätten gewonnen. Wir könnten ein neues System einfach über Nacht erschaffen, nur in dem wir, möglichst alle gleichzeitig, den Entschluss fassen, dass uns das alte System nicht mehr gefällt.
Aber was rede ich, die Mehrheit von uns wird wohl zu faul sein, um nichts mehr zu tun. Und die Mehrheit wird zu feige sein, sich nicht mehr knechten zu lassen. Ich kann das verstehen, es ist einfach die Angst vor Veränderungen, selbst wenn diese zum Guten sind.
Man wird aus dem finsteren Alltag gerissen, um zusammen mit anderen etwas neues zu schaffen, selbst wenn man dafür nur nicht tun muss. Man muss sich etwas neuem anpassen, das kann schon mal anstrengend sein. Und dann erst der Schock, dass es auch anders gehen kann. Das ist, als würde ein Blinder plötzlich sehen. Wie soll er sich von einem Moment auf den anderen daran gewöhnen, da würde er wohl lieber blind bleiben, weil er gelernt hat, damit zu leben...
Bis dahin ist der Vergleich ja noch ganz nett und nachvollziehbar, aber ein blinder richtet sich nicht selbst zu Grunde, wie wir es tun. Er springt nicht vor ein Auto, nur weil er es nicht sieht. Immerhin hört es und kann ihm so ausweichen. Und so wissen auch wir, dass unsere Gesellschaft so nicht mehr lange überleben kann. Sollten wir dieser Zukunft nicht auch aus dem Weg springen?
Ich denke, so schnell wird das nicht passieren, denn ich bin nicht nur ein Idealist, sondern auch ein Realist. Aber vielleicht müssen wir ja gar nichts tun, vielleicht richten sich die Dinge ja von selbst...
Immerhin befinden wir uns in einer Art Dauerkrieg. Noch ist er immer nur lokal beschränkt, die Lunte brennt noch ein Stück am Pulverfass. Doch irgendwann ist sie zu Ende. Ich möchte nicht, dass man mich jetzt falsch versteht, ich bin gegen den Krieg, verdammt ich bin ein Pazifist und liebe den Frieden!
Aber ein neuer Weltkrieg ist einerseits unausweichlich und andererseits auch bitter nötig, um die Welt noch zu retten. Das klingt paradox? Ist es aber nicht! In einem solchen Krieg würden Hundertemillionen, vielleicht sogar Milliarden Menschen sterben und was nicht von Bomben zerschmettert wird, das erledigen im Anschluss Seuche.
So viele Tote sind schon mal ein ganz schöner Schock, aber es geht noch weiter. Die Natur (von der ich sicher bin, dass sie sich wieder erholt) schwere Schäden davon tragen, wichtige Ressourcen wie Erdöl und Trinkwasser werden völlig verbraucht oder vernichtet/verseucht sein, wir werden nicht mal genug zu Essen haben!
Die Erde wird in Trümmern liegen und man könnte sie mit keinem Geld der Welt wieder aufbauen. Das wird der Moment sein, in dem die Überlebenden erkennen werden, dass man Geld nicht fratzen kann, dass es nur Wertloses Papier, Metall oder eine Datei auf einem abgestürzten Rechner ist. Das wird der Beginn eines neuen Zeitalters ein!
Die Testreihe Mensch ist jetzt abgeschlossen
Testobjekt muss nun leider eliminiert werden
Die Menschheit darf sich nicht unkontrolliert fortpflanzen...
Wir stoppen das Programm in 10 Sekunden... !
Herrschen, siegen, einsam sein...
Dachten wir...
Doch wir sind nicht allein!
Welle:Erdball